Damals und Heute

Die Nachbarschaft in EggenLend ist im ständigen Wandel. Baustellen und stets neue ambitionierte Bauprojekte prägen das Viertel seit Jahren. Die Veränderungen der Umgebung gehen oftmals langsam an einem vorbei, so dass sie kaum mehr auffallen. Doch blickt man zurück, entdeckt man einen ganz neuen Stadtteil. Damals / Heute wirft den Blick in die Vergangenheit und stellt dar, was sich heute an markanten Punkten der Geschichte EggenLends befindet. Aufnahmen die zurück bis an die Anfänge des 20. Jahrhunderts gehen zeigen auf, in wie weit sich das Viertel 2021 von damals unterscheidet und in wie weit es gleich geblieben ist.

Heutige Franz-Steiner-Gasse, Ecke Eggenberger Allee
Richtung Osten, 1929; Quelle: Privatsammlung G. Brüger

Abgebildet ist die Ecke von der heutigen Franz-Steiner-Gasse (bis 1968 Fünckgasse) und der Eggenberger Allee. Der Blick geht Richtung Osten und ist heute (Bild rechts) vor allem von der Bäckerei Sorger (der ehemalige Standort der Brotfabrik Steiner), dem Fahrradweg und den Straßenbahnen entlang der Eggenberger Allee geprägt.

denkmalgeschützter Wasserturm
denkmalgeschützter Wasserturm; 2011 Quelle: ÖBB, Wikimedia (Andi oisn)
denkmalgeschützter Wasserturm; 2021 Quelle: ÖBB, Wikimedia (Andi oisn)
Ewige Baustelle: Science Tower / Smart City
Ewige Baustelle: Science Tower / Smart City; Waagner-Biro-Straße, 2016
Quelle: Wikimedia (DJ3tausend))

Die Waagner-Biro-Straße ist ein wichtiger Bestandteil des EggenLend Viertels. Einst wurden hier als Grazer Werk der Waagner-Biro AG, Brücken- und Kesselanlagen für die ganze Welt erzeugt. Heute befindet sich auf dem Areal die Helmut-List-Halle und die Smart City. Hier scheinen sich auch die Baustellen über die Jahre nur abzuwechseln – wie an den Bildern vom Science Tower zu erkennen. Ist das eine fertig, wird am nächsten schon weitergebaut. Des Weiteren befindet sich der denkmalgeschützte Wasserturm der ÖBB in der Waagner-Biro-Straße.

Kreuzung Eckerstraße, Alte Poststraße; Ehemaliger Kreuzwirt (2004 abgerissen)
Der Rathauspark mit dem Gemeindeamt; Ansichtskarte, ca. 1930; Quelle: Sammlung Kubinzky
Die ehemalige Kaserne in der Grazer Laudongasse
Plan der Marktgemeinde Eggenberg, 1925
Karte von Eggenberg auf OpenStreetMap
Hofgasse (heute: Vinzenzgasse)
ca. 1930
Quelle: Sammlung Kubinzky)
Eggenberg b. Graz Volksbad
ca. 1910 bis 1915
Quelle: Postkartensammlung Graz Museum

Wo sich heute Hort und Kindergarten in der Gaswerkstraße befinden, stand ursprünglich ein öffentliches Volksbad. Hier abgebildet auf einer Postkarte von ca. 1910 sieht man das Haus an der Kreuzung. Benutzt wurde es als öffentliches Bad, da es im

20. Jahrhundert noch viele Wohnungen gab, die kein eigenes Badezimmer hatten.

Gaswerkstraße, ca. 1928
Pferdestall der Brotfabrik Steiner
Linienamt an der Eggenberger Maut
ca. 1930; Quelle: Sammlung Kubinzky)

Graz bestand bis 1938 nur aus sechs Bezirken: Innere Stadt, St. Leonhard, Geidorf, Jakomini, Gries und Lend. An den Ausfallstraßen befanden sich Mauthäuser, in denen Beamte eine Maut einhoben. Sie trugen den stolzen Titel der „provisorischen, städtischen Finanzwach-Aushilfe-Aufseher“. Die Mautstelle in Eggenberg befand sich an der Kreuzung der Eggenberger Allee und der Alten Post­straße. Heute ist hier das Cafe Pucher untergebracht.