Daten und Zahlen

Im gefühlten Bezirk EggenLend, der Schnittstelle zwischen den Stadtteilen Eggenberg und Lend, entstehen zahlreiche räumliche wie auch soziale Knotenpunkte. Was definiert diese Knotenpunkte? Sind es die geschaffenen Wohnräume, die Infrastruktur oder die Menschen, die im Bezirk leben? Und welche Menschen und Nationen leben überhaupt in Eggenberg, dem XIV. Bezirk der Stadt Graz? Wir haben uns damit auseinandergesetzt!

Untersuchung

Statistische Analysen dienen der gezielten Stadtentwicklung. Sie lassen die Daten, Fakten und Geschichten eines Stadtteils lebendig werden und verbildlichen so die Lebensqualität und den Handlungsbedarf eines Bezirks. In der unmittelbaren Umgebung der FH Joanneum schreitet die Stadtentwicklung von Graz gerade in großen Schritten voran. Zahlreiche Neubauten wurden umgesetzt, werden gerade gebaut oder sind in Planung — Wohnraum wird geschaffen. Für das Forschungsprojekt „Interface Nachbar“ wurden statistische Erhebungen des Bezirk XIV. Eggenberg analysiert. Sie veranschaulichen die aktuelle Lebenssituation im Stadtteil Eggenberg und bilden damit die Grundlage für die Aktionen an den geplanten niederschwelligen Anlaufstellen für AnrainerInnen des multikulturellen Stadtteils.

Auswertung

Fragen wie Bevölkerungsstrukturen, Wohnraum, Bildungseinrichtungen, Arbeitsplatzsituation, Nahversorgung, Lebenshaltungskosten, Sicherheit, Verkehrssituation, Zusammenleben, Gesundheits- und Serviceleistungen, Erholung und Freizeit sowie Frei – und Grünflächen im Bezirk galt es anhand von Daten und Fakten zu beurteilen. Die Ergebnisse bringen die BetrachterInnen teils zum Lächeln, Staunen oder auch Kopfschütteln. Neben den, durch Statistiken der Stadt Graz belegbaren Zahlen, galt es jedoch auch die Lebensqualität im Stadtteil Eggenberg zu bewerten, um so das Potential eines Nachbarschaftsprojekts abschätzen zu können. Die Lebensqualität steht für eine objektive Bewertung der Lebensbedingungen im Verhältnis zum subjektiven Wohlbefinden der BewohnerInnen. Auch die Wünsche nach aktiver Mitgestaltung des Lebensraums, die Bereitschaft zu helfen und generelles Engagement im Stadtteil wurden festgehalten und bilden somit eine tragende Säule für ein funktionierendes Nachbarschaftsprojekt.

Fazit

Die grafische Ausarbeitung der statistischen Analysen des Bezirks XIV. Eggenbergzeigt ein deutliches Handlungspotential ab – knapp die Hälfte aller BewohnerInnensieht eine vorschreitende Verschlechterung der Lebensqualität im Stadtteil. UnzureichendeBetreuungs- und Bildungsstätten, mangelnder Wohnraum, dürftiges Freizeitangebot,fehlende Nahversorgung & Einkaufs-Möglichkeiten zu wenig Grün? Somanche Punkte, die sich negativ auf die Lebensqualität in einem Stadtteil auswirkenlassen, sich im Bezirk zusammentragen. Die Bereitschaft der BewohnerInnen sich im Bezirk zu engagieren und so zu einer Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil beizutragen scheint jedoch gegeben. Leben findet Stadt – erste Schritte in Richtung eines neuen, urbanen Stadtteils.