Verkehr

Städtisches Zusammenleben ist untrennbar mit Verkehrsaufkommen verbunden – welche Möglichkeiten in EggenLend existieren, zurzeit neu entstehen, oder noch an vielen Stellen fehlen, zeigen spannende Detailkarten. EggenLend verfügt über zahlreiche unterschiedlich große Straßen, die mehrheitlich für den Autoverkehr ausgelegt sind. Zu Stoßzeiten sind die wichtigsten Verkehrsachsen (v.a. Wetzelsdorfer Straße, Eggenberger Straße + Allee, Alte Poststraße) mäßig stark von Durchzugsverkehr – darunter Pendler aus Graz Umgebung – ausgelastet. Dementsprechend findet sich die höchste Konzentration an Ampeln und Zebrastreifen auch entlang jener Straßen, während ruhigere Wohngegenden weitgehend ohne auskommen. Das Straßenbild zahlreicher, auch ruhigerer Straßen ist von langen Reihen an Randparkplätzen geprägt. Freiluftparkplätze verstellen Areale, die anderen öffentlichen Nutzungen zugute kommen könnten, beispielsweise der Merkur Parkplatz anstelle eines zentralen großen Platzes in Eggenberg. Laut Umfragewerten hat sich der Handlungsbedarf hinsichtlich Parkplätzen im eigenen Wohnumfeld im Laufe des vergangenen Jahrzehnts verringert. Dennoch sehen nur 47 % der Bewohner*innen Eggenbergs deren Erwartungen an nahe gelegene Parkplätze ausreichend erfüllt. An rund 40 Stellen sind auf dem ausgewiesenen Gebiet eigene Parkplätze für Behinderte reserviert.

Lärmbelastung

Wie zu erwarten sind die Straßen mit der höchsten Verkehrsauslastung auch jene mit der höchsten Lärmbelastung. Mit einer Lautstärke von 80 bis 85 Dezibel sind die Eggenberger Straße, die Karl-Morre-Straße, sowie Abschnitte der Alten Poststraße die lautesten Orte. Auch in ruhigeren Wohnvierteln, die von größerem Verkehrsaufkommen abgeschirmt oder nicht betroffen sind, fällt der Lärmpegel untertags kaum unter 50 bis 60 Dezibel – dies entspricht der Lautstärke eines normalen Gesprächs. Die ruhigesten Gegenden mit etwa 40 bis 50 Dezibel finden sich hauptsächlich am Fuße des Plabutsch (kleine Anrainerwege westlich von der Baiernstraße).

Radwege

Eggenberg verfügt über einige Fahrradrouten – Straßen, auf denen Radfahren grundsätzlich zulässig ist, allerdings zusammen mit den restlichen Verkehrsmitteln (im Unterschied zu großen Verkehrsachsen, wo eine Durchmischung zumindest laut Definition nicht erwünscht ist). Eine entsprechende Beschilderung hinsichtlich erlaubten und nicht erlaubten Fahrradrouten ist nicht erkenntlich; das Individuum stützt sich beim Fahren eher auf Erfahrungswerte. Abgegrenzte Fahrradwege sind tendenziell nur auf größeren Durchzugsstraßen vorhanden, in der Praxis jedoch nicht ohne häufige Unterbrechungen (z.B. unvermittelter Wechsel der Straßenseite an Kreuzungssituationen, Hindernisse verschiedener Art im Verlauf des Radweges). 64 % der Eggenberger*innen finden, dass die Erreichbarkeit des Stadtzentrums mittels Fahrrad zufriedenstellend ist – nur 39 % sagen dasselbe über den Fußweg.

Öffentlicher Verkehr

Öffentliche Verkehrsmittel (Straßenbahn und Busse) sind vorhanden, wenn auch noch nicht in ausreichender Dichte. Teilweise findet gerade ein entsprechender Ausbau im Umkreis neuer Wohngegenden statt (Smart City und Reininghausgründe). Die Bewohner*innen Eggenbergs wünschen sich zunehmend mehr Öffiverbindungen (inkl. Bahn), speziell nachts sowie an Wochenenden und Feiertagen. 82 % der Befragten sind mit der Erreichbarkeit des Stadtzentrums mittels öffentlicher Verkehrsmittel zufrieden – das entspricht einem Zuwachs von 3 % seit 2013. 60 % empfinden die Barrierefreiheit von Haltestellen sowie Gehsteigen als zufriedenstellend – ein beträchtlicher Zuwachs von 22 % seit 2013.

Nachhaltige Mobilität

Im Bezirk Eggenberg befindet sich eine tim-Station (Janzgasse); in unmittelbarer Nähe zur Öffi-Anbindung gelegen, bietet sie Carsharing (elektrisch und konventionell), Mietwagen, E-Taxis, Fahrradabstellanlagen, sowie eine öffentliche Ladesäule für private E-Autos. Zwei weitere (halböffentliche) E-Ladesäulen finden sich beim Merkur (Gaswerkstraße) und beim Techno Park (Alte Poststraße). Der Bedarf an Car Sharing und Leihautos scheint für die Eggenberger*innen hinreichend gedeckt und zusätzlicher Handlungsbedarf aktuell nicht notwendig zu sein – während 33 % ein solches Angebot grundsätzlich für wichtig erachten, sind 40 % mit dem jetzigen Situation bereits zufrieden bis sehr zufrieden.